Hanau-Steinheim


1938 wurden Groß- und Klein-Steinheim zur Stadt Steinheim. Am 1. April 1974 wurde Steinheim dann durch eine Gebietsreform zu einem Stadtteil von Hanau.



NSDAP in Steinheim

Am 01.05.1933 wurde die Adolf Hitler Linde in Steinheim an der Preßmauer gepflanzt. Sie steht noch heute.





Juden

1925 wurden in Groß-Steinheim 80 jüdische Einwohner gezählt. 1932 waren es 49. Ab 1933 emigrierten 15 Personen nach den USA, eine Person nach Argentinien und ebenfalls eine nach Palästina.

Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge zunächst geplündert, dann wurde die Inneneinrichtung zerstört und die Fenster eingeschlagen. SA-Leute nahmen den Leichenwagen der jüdischen Gemeinde, beluden ihn mit Torarollen und banden ihn an einen Jauchewagen. Dann zündeten sie die Torarollen an und zogen den Wagen unter dem Gejohle der Zuschauer durch die Straßen, bis er schließlich auf freiem Feld ausbrannte.

Danach wurden (wie auch in Kleinauheim) jüdische Wohnungen demoliert. In Groß-Auheim wurde das Haus der Familien Hirschmann und Baum zerstört.  Im Mai 1939 lebten in Steinheim, Klein-Auheim und Hainstadt noch insgesamt 28 jüdische Personen; die letzten 17 Personen wurden im September 1942 deportiert.

Der alte jüdische Friedhof wurde gleich zu Beginn des dritten Reiches abgeräumt und eingeebnet (1933 bis 1935). Die Toten mussten von der jüdischen Gemeinde unter Leitung von Lehrer Oppenheimer exhumiert und auf den neuen jüdischen Friedhof verlegt werden. Auf dem Friedhofsgelände wurde eine Wiese angelegt, auf der ein Kriegerdenkmal von 1870/71 aufgestellt wurde. Die Dalbergstraße wurde zu Lasten des ehemaligen Friedhofsgeländes verbreitert.


Von den Steinheimer Juden sind  in der NS-Zeit umgekommen:

Setta Bär geb. Meyer (1861)
Joseph Bernhard (1904)
Rosa Blumenfeld geb. Stassburger (1862)
Mina Cassel geb. Michael (1876)
Alex Doiny (1875)
Käthchen Doiny geb. Stein (1878)
Isaak Faust (1880)
Rosa Heilberg geb. Stein (1876)
Dina Leopoldine Herz (1891)
Klara Herz (1895)
Bernhard Joseph (1904)
Josefina Kleeblatt geb. Selig (1890)
Nathan Kleeblatt (1888)
Herbert Kleeblatt (1930)
Herbert Lichtenstein (geb. ?)
Johanna Lichtenstein geb. Herz (1877)
Julius Lichtenstein (1893)
Adele Lichtenstein (1888)
Jakob Lindheimer (1889)
Arthur Mayer (1895)
Friederike Mayer (1891)
Beate Menko geb. Stein (1874)
August Meyer (1881), Fritz Meyer (1898)
Henriette Meyer (1905)
Karl Isaak Meyer (1866)
Johanna Meyer geb. Selig (1868)
Caroline Meyersohn geb. Wertheim (1883)
Emilie Michael (1870)
Max Neuhaus (geb. ?)
Sophie Neuhaus geb. Herz (1895)
Sophie Nussbaum geb. Mayer (1889)
Emma Oppenheim geb. Stein (1880)
Jakob Oppenheim (1884)
Bertha Rothschild geb. Stein (1872)
Melitta Selig (1927)
Friederike Selig (1866)
Auguste Stein geb. Rosenthal (1874)
Emma Stein geb. Rosenthal (1877)
Mathilde Treidel (1891)
Otto Treidel (1920)
Alfred Treidel (1883)
Kurt Wesermann (geb. ?).


Von den Klein-Auheimer Juden sind  in der NS-Zeit umgekommen:

Kathinka Adler geb. Löb (1886)
Martha Flörsheimer geb. Löb (1894)
Emil Hirschmann (1878)
Henriette Hirschmann geb. Strauss (1884)
Berta Jacob geb. Löb (1895)
Ida Lilie geb. Hamburger (1903)
Walter Lilie (1927)
Bela Löb (1939)
Berta Löb geb. Löb (1873)
Betty Löb geb. Strauß (1912)
Daniel Löb (1893)
Jakob Löb (1905)
Jeanette Löb geb. Katz (1881)
Julius Löb (1875)
Leopold Löb (1888)
Emil Ronsheim (1888)
Emma Ronsheim geb. Löb (1889)
Ursula Ronsheim (1925)
Emma Schönfeld geb. Strauß (1859)
Selma Seewald geb. Löb (1900).    


Von den Hainstädter Juden sind  in der NS-Zeit umgekommen:

Klara Löb (1895)
Rosa Johanna Löb (1897)
Frieda Rollmann (1875)
Hanna Rollmann geb. Sonn (1874)
Moses Rollmann (1870).       

News
 
Am 08.11.2014 um 19:00 Uhr im Landratsamt des Main-Kinzig-Kreises
in Gelnhausen findet die
Buchvorstellung „Himmelfahrts- kommando Bachstelze“ von Herrn
Gerhard Freund statt. Jede und jeder Interessierte ist von Herrn Freund persönlich herzlichst eingeladen!

Einladung


04.09.2014
Literatur Empfehlungen wurden ergänzt.

Die Suchfunktion von Google wurde repariert. Da hatte sich auf Seiten von Google eine Kleinigkeit verändert.



02.09.2014
Zellhausen wurde ergänzt.

Kleinere Ergänzung bei Büdingen.



20.08.2013
Tote Links wurden entfernt.

Zu meinem größten Bedauern
musste ich das Flugzeugtechnik-
museum aus meiner Liste empfehlenswerte Museen streichen. Leider ist es letztes Jahr still und leise geschlossen worden. Friedhelm
Wagner hatte hier mit viel Arbeit ein Juwel erschaffen und jahrelang unentgeltlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sein Buch ist
noch erhältlich.


13.01.2013
Empfehlenswerte Literatur wurde aktualisiert.

Gerhard Freund (Autor der sehr
guten und wieder erhältlichen
Bücher "Der Fliegerhorst Gelnhausen-Rothenbergen 1935-1945" und "Die Panzer-Abwehrabteilung 9 in Gelnhausen und ihr Schicksal 1935-1945") veröffentlicht zur Zeit jeden Dienstag im Gelnhäuser Tageblatt
eine Artikelserie unter dem
Oberbegriff „Heimat unterm Hakenkreuz“.



05.08.2012
Ergänzt wurden: Alzenau, Alzenau Kälberau, Alzenau Hörstein, Alzenau Michelbach, Hanau und WMTS

Das Forum wurde gegen Anmeldung wieder freigeschaltet (wobei der Thread "Kontakt" auf der Strecke blieb).

Ein paar Seiten wurden neu geordnet und verschoben.

404 wurde mit einem Bild versehen.

Zur Zeit bastel ich an einer neuen Startseite. Das klassische
"Willkommen" ist doch etwas arg konventionell geworden.



10.07.2012
Leider komme ich durch berufliche Belastungen nicht oder kaum zum Updaten. Bitte daher um Nachsicht.

Da sich unser Forum zu einem Linktauschplatz der unerwünschten Sorte enwickelt hat, habe ich es vorläufig raus genommen.
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