Offenbach am Main


Reichstagswahl 05.03.1933 in Offenbach am Main

Parteien Stimmen
 NSDAP 17.838
 SPD 16.933
 KPD 10.317
 Zentrum 6.402
 Kampffront Schwarz weiß rot 1.541
 DVP 1.054
 sonst. 1.605



NSDAP in Offenbach


Noch bis 1936 wehrten sich Teile der Offenbacher Bevölkerung gegen die Machtübernahme und Gleichschaltungspolitik der Nationalsozialisten.

Präsidenten der Industrie und Handelskammer in Offenbach am Main









Luftkrieg über Offenbach

Im Zweiten Weltkrieg wurde Offenbach zu 36 Prozent zerstört. Die Schäden konzentrierten sich insbesondere auf die Altstadt und die Weststadt.

Die Stadt Offenbach kaufte den Büsing Palais 1920 und nutzte das Gebäude ab 1921 als Rathaus. 1943 wurde das Büsing Palais durch Bomben schwer beschädigt.






Der Tag an dem die Kirchgasse starb

Am 20.12.2008 jährt sich der Tag zum 65ten Mal (20.12.1943), an dem ein großer Teil der Offenbacher Altstadt, 4 Tage vor Heiligabend, in Trümmer gebombt wurde.

Die Bomben fielen an diesem Abend ziemlich früh, zur ungewohnten Zeit. Man konnte immer davon ausgehen, dass die Keller erst gegen 22 bis 23 Uhr aufgesucht werden mußten, aber diesmal ging es schon gegen 20:30 Uhr los.



Damals (Unten rechts ist der Luftschutzraum) und heute



Es ging alles sehr schnell. Kaum im Keller, gab es einen Riesenknall, alles voll Staub, Strom weg und es war nur noch das Heulen der Sprengbomben und das Prasseln der Stabbrandbomben zu hören. Das hörte sich an, als ob oben ein riesiger Sack mit Nüssen geleert würde. Die Detonationen der in der näheren Umgebung explodierenden Bomben übertrug sich auf den Boden des Kellers, als ob der Teufel von unten anklopfte und herein wollte. Das Spiel wiederholte sich in mehreren aufeinander folgenden Wellen.

Als die Detonationen dann nachließen, öffnete unser Luftschutzwart die Panzertür des Schutzraumes um sich zu orientieren. Er kam total niedergeschlagen zurück mit den Worten: "Ihr Leute, fasst euch, die ganze Kirchgasse ist nicht mehr, wir sind noch alleine übrig." und so war es auch.

Ein Zeitzeuge



Damals und heute








Damals und heute





An der Stelle einer bereits 1270 urkundlich erwähnten Pfarrkirche, die 1700 niedergebrannt war, wurde 1700-1703 ein barocker Neubau errichtet und der 1709 gegründeten deutsch-reformierten Gemeinde zugewiesen. Einen Glockenturm erhielt die Kirche erst 1713. Durch Bomben wurde sie 1943 bis auf den Turmstumpf zerstört.



Die alte Schießbahn

Noch heute lassen sich hier Patronenhülsen finden.

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Hier der Kugelfang der Schießbahn.

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Bunker in der Friedhofstraße


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Bunker in der Birkenlohrstr.

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Bunker im Friedrichsring

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2 Bunker im Brunnenweg

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2 Luftschutzkeller mit Notausgängen in der Birkenlohrstr.

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Hochbunker in der Kaiserstraße

Der Bunker steht auf dem Gelände der Kirche.



Am linken Eingang prangt auf dem Relief eine Art Wappen, am rechten Eingang ist ein Adler auf dem Relief.




Am "Schornstein" befindet sich ein Eisengitter für die Belüftungsanlage.

Der Hochbunker von hinten:




Der Ausgang? Auf der hinteren Seite.





Juden

Im November 1938 wurde während der Novemberpogrome die Synagoge, das heutige Capitol (Ecke Kaiserstraße / Goethestraße), geschändet sowie mehrere Wohnungen und Geschäfte beschädigt.

Die ehemalige Synagoge.



Auf dem Relief steht:

Dieses Haus diente von 1916 bis 1938 als Synagoge beim Gebet und der Erfüllung der Gebote. Es wurde geschändet in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938. Nach Wiederherstellung sittlicher Wertordnungen überliess die jüdische Gemeinde der Stadt Offenbach dieses Haus zur kulturellen Nutzung.









Jüdischer Friedhof

Während des Zweiten Weltkrieges wurden alle Grabsteine des urspünglichen jüdischen Friedhofs (Bismarckstraße) auf den Alten Friedhof (Friedhofstraße) überführt und dort nahe der Mauer aufrecht stehend zu zwei runden Türmen am Eingang aufgeschichtet.

Das Gelände des ursprünglichen jüdischen Friedhofs wurde zu einem Park umgestaltet, wobei ein kleiner Teil zum Bunker wurde.

Auf dem Friedhof befindet sich auch ein Gefallenendenkmal für die im Ersten Weltkriege gefallenen jüdischen Soldaten (25).

 
News
 
Am 08.11.2014 um 19:00 Uhr im Landratsamt des Main-Kinzig-Kreises
in Gelnhausen findet die
Buchvorstellung „Himmelfahrts- kommando Bachstelze“ von Herrn
Gerhard Freund statt. Jede und jeder Interessierte ist von Herrn Freund persönlich herzlichst eingeladen!

Einladung


04.09.2014
Literatur Empfehlungen wurden ergänzt.

Die Suchfunktion von Google wurde repariert. Da hatte sich auf Seiten von Google eine Kleinigkeit verändert.



02.09.2014
Zellhausen wurde ergänzt.

Kleinere Ergänzung bei Büdingen.



20.08.2013
Tote Links wurden entfernt.

Zu meinem größten Bedauern
musste ich das Flugzeugtechnik-
museum aus meiner Liste empfehlenswerte Museen streichen. Leider ist es letztes Jahr still und leise geschlossen worden. Friedhelm
Wagner hatte hier mit viel Arbeit ein Juwel erschaffen und jahrelang unentgeltlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sein Buch ist
noch erhältlich.


13.01.2013
Empfehlenswerte Literatur wurde aktualisiert.

Gerhard Freund (Autor der sehr
guten und wieder erhältlichen
Bücher "Der Fliegerhorst Gelnhausen-Rothenbergen 1935-1945" und "Die Panzer-Abwehrabteilung 9 in Gelnhausen und ihr Schicksal 1935-1945") veröffentlicht zur Zeit jeden Dienstag im Gelnhäuser Tageblatt
eine Artikelserie unter dem
Oberbegriff „Heimat unterm Hakenkreuz“.



05.08.2012
Ergänzt wurden: Alzenau, Alzenau Kälberau, Alzenau Hörstein, Alzenau Michelbach, Hanau und WMTS

Das Forum wurde gegen Anmeldung wieder freigeschaltet (wobei der Thread "Kontakt" auf der Strecke blieb).

Ein paar Seiten wurden neu geordnet und verschoben.

404 wurde mit einem Bild versehen.

Zur Zeit bastel ich an einer neuen Startseite. Das klassische
"Willkommen" ist doch etwas arg konventionell geworden.



10.07.2012
Leider komme ich durch berufliche Belastungen nicht oder kaum zum Updaten. Bitte daher um Nachsicht.

Da sich unser Forum zu einem Linktauschplatz der unerwünschten Sorte enwickelt hat, habe ich es vorläufig raus genommen.
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