Göppingen



Göppingen 1903.


Göppingen in den 30er Jahren.



Reichstagswahl 05.03.1933 im Landkreis Göppingen

Parteien Stimmen
 NSDAP 12563
 SPD 8443
 KPD 7277
 Zentrum 4160
 Kampffront Schwarz weiß rot 1398
 DVP 467
 sonst. 5789

Für Göppingen liegt uns keine gesonderte Statistik vor. Insofern ist die Statistik nur bedingt repräsentativ für Göppingen.



Einwohnerentwicklung in Göppingen

16.06.1925 hatte Göppingen 22.017 Einwohner, am 16.06.1933 wuchs die Population auf 23.007, am 17.05.1939 auf 30.322 und 1946 hatte Göppingen 35.784 Einwohner.



NSDAP in Göppingen

1922 kommt es zur sogenannten "Schlacht am Walfischkeller" zwischen Kampfverbänden der NSDAP und Vertretern der Arbeiterbewegung.



Gemeindeentwicklung

Am 01.04.1939 wurden die Gemeinden Holzheim (mit St. Gotthardt) und Jebenhausen nach Göppingen eingemeindet.



Luftkrieg in Göppingen

Das Luftgaukommando bestimmte Göppingen zum Luftschutzort 1. Ordnung mit eigener Luftschutzpolizei.

Am 01.03.1945 starben bei einem Luftangriff der Alliierten etwa 300 Einwohner Göppingens und 212 Häuser wurden zerstört. Der Versammlungssaal der Heilsarmee in Göppingen wurde nach dem heftigen Luftangriff beschlagnahmt, damit die Verletzten untergebracht werden konnten.



Fliegerhorst

Im Osten der Stadt Göppingen wurde 1930 ein kleiner ziviler Flugplatz für Rundflüge gegründet. 1932 fand ein Flugtag statt an dem  rund 50.000 Besucher kamen. Der Zeppelin "Graf Zeppelin" überflog zu diesem Anlass den Platz.

1933 wurde der Flugplatz zum Militärflugplatz (offiziell eine Zweigstelle der "Deutschen Verkehrsfliegerschule"). 1934 wurde beschlossen in Göppingen ein Nahaufklärungsgeschwader zu stationieren. Die Bauarbeiten an den Gebäuden begannen. Am 28.09.1935 belegten die Mannschaften nach einer Parade ihre Quartiere.



Bis zum April 1944 unterstand der Fliegerhorst dem Flugplatzkommando A 11/VII, von April 1944 bis September 1944 und von Februar 1945 bis Mai 1945 unterstand der Fliegerhorst der Fliegerhorst-Kommandantur A (o) 9/VII. Der Fliegerhorst Göppingen war ein Leithorst mit Grasnarbe und zwei befestigten Startrampen.

Von 1935 bis 1939 wurden 5 Aufklärerstaffeln á 12 Flugzeuge mit 200 Mann hier stationiert. Sie wurden in  Österreich, Spanien und der Tschechoslowakei eingesetzt. Ab 1939 bis Kriegsende wurden die Flugzeuge praktisch überall eingesetzt. Der Fliegerhorst diente hauptsächlich als Versorgungslager zur Versorgung von Fronteinheiten.

Im Jahre 1941 wurde eine Flugzeugführerschule mit 30 verschiedenen Flugzeugtypen gegründet.

Der Fliegerhorst Göppingen blieb während des gesamten Krieges intakt. Nach dem Krieg wurden ehem. Kriegsgefangene und Fremdarbeiter hier untergebracht. Die US Army übernahm den Flugplatz 1946 und stationierte dort das 41. Infanterieregiment (Cooke Barracks).

Eine Flakkaserne (Holzheim) wurde 1936 gebaut. Von 1940 bis 1944 existierte in Bezgenriet ein Scheinflugplatz. Damit sollten die feindlichen Flugzeuge abgelenkt werden.



Wehrmacht

Ab dem 28.03.1945 nutzte die Wehrmacht den Versammlungssaal der Göppinger Heilsarmee als Nachtlager für die Soldaten.



Kriegsende

Die US Army marschierte am 20.04.1945 kampflos in Göppingen ein. Der Krieg ist hier vorüber. Christian Eberhard wird am 20.04.1945 von den Alliierten zum Oberbürgermeister ernannt. Zirka 16.000 Heimatvertriebene und Flüchtlinge kommen nach Göppingen.



Juden

1925 gab es in Göppingen 351 Juden, 1933 lebten in Göppingen 314 Menschen jüdischen Glaubens und 1939 waren es nur noch 126. 85 davon starben definitiv im dritten Reich. In der Turnhalle der Schiller Realschule wurden Ende November 1941 Juden zwecks Deportation gesammelt.

Während des Novemberpogroms 1938 wurde die Synagoge in der Freihofstraße von Männern der SA zerstört. Auf dem Jüdischen Friedhof (Städtischer Friedhof) findet sich eine Gedenktafel.


News
 
Am 08.11.2014 um 19:00 Uhr im Landratsamt des Main-Kinzig-Kreises
in Gelnhausen findet die
Buchvorstellung „Himmelfahrts- kommando Bachstelze“ von Herrn
Gerhard Freund statt. Jede und jeder Interessierte ist von Herrn Freund persönlich herzlichst eingeladen!

Einladung


04.09.2014
Literatur Empfehlungen wurden ergänzt.

Die Suchfunktion von Google wurde repariert. Da hatte sich auf Seiten von Google eine Kleinigkeit verändert.



02.09.2014
Zellhausen wurde ergänzt.

Kleinere Ergänzung bei Büdingen.



20.08.2013
Tote Links wurden entfernt.

Zu meinem größten Bedauern
musste ich das Flugzeugtechnik-
museum aus meiner Liste empfehlenswerte Museen streichen. Leider ist es letztes Jahr still und leise geschlossen worden. Friedhelm
Wagner hatte hier mit viel Arbeit ein Juwel erschaffen und jahrelang unentgeltlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sein Buch ist
noch erhältlich.


13.01.2013
Empfehlenswerte Literatur wurde aktualisiert.

Gerhard Freund (Autor der sehr
guten und wieder erhältlichen
Bücher "Der Fliegerhorst Gelnhausen-Rothenbergen 1935-1945" und "Die Panzer-Abwehrabteilung 9 in Gelnhausen und ihr Schicksal 1935-1945") veröffentlicht zur Zeit jeden Dienstag im Gelnhäuser Tageblatt
eine Artikelserie unter dem
Oberbegriff „Heimat unterm Hakenkreuz“.



05.08.2012
Ergänzt wurden: Alzenau, Alzenau Kälberau, Alzenau Hörstein, Alzenau Michelbach, Hanau und WMTS

Das Forum wurde gegen Anmeldung wieder freigeschaltet (wobei der Thread "Kontakt" auf der Strecke blieb).

Ein paar Seiten wurden neu geordnet und verschoben.

404 wurde mit einem Bild versehen.

Zur Zeit bastel ich an einer neuen Startseite. Das klassische
"Willkommen" ist doch etwas arg konventionell geworden.



10.07.2012
Leider komme ich durch berufliche Belastungen nicht oder kaum zum Updaten. Bitte daher um Nachsicht.

Da sich unser Forum zu einem Linktauschplatz der unerwünschten Sorte enwickelt hat, habe ich es vorläufig raus genommen.
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